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Sprachwissenschaftliche Turkologie

Sprachwissenschaftliche Turkologie 2017-10-18T15:06:31+00:00

 

Sprachwissenschaftliche Turkologie

Verantwortlich: Dr. Astrid Menz

Laufzeit: Seit 2012

Die sprachwissenschaftliche Turkologie beschäftigt sich mit den Türksprachen, einzeln oder als Sprachfamilie, sowohl diachron als auch synchron. Dies umfasst sowohl Fragen der Rekonstruktion von älteren, nicht belegten Sprachvarietäten, Fragen der genetischen Sprachverwandtschaft und etymologische Fragen, die Bearbeitung von überliefertem Textmaterial und die Erschließung bis dato unbekannter Quellen, als auch die Beschäftigung mit linguistischen Fragestellungen zu den modernen Türksprachen, die Dokumentation bedrohter Sprachen und Varietäten, dialektologische Arbeiten, kontaktlinguistische Fragestellungen und auch soziolinguistische Phänomene. Am Orient-Institut Istanbul wurden bisher u.a. Arbeiten zur türkeitürkischen Dialektologie, zu den iranischen Türksprachen, zu mitteltürkischen Texten, zur Sprachgeschichte des oghusischen Zweigs sowie des südsibirischen Zweigs der Türksprachen und zu Spracheinstellungen in der Türkei durchgeführt.

Das Dictionnaire des phonèmes Türk von Herman F. Kvergić im Kontext der türkischen Sprachforschung

Verantwortlich: Dr. Astrid Menz

Hauptkooperationspartner: Prof. Dr. Jens Peter Laut (Universität Göttingen, Turkologie)

Die Bibliothek konnte antiquarisch ein Typoskript mit dem Titel Dictionnaire des phonèmes Türk erwerben. Es handelt sich um ein undatiertes dreibändiges Werk, wahrscheinlich aus den 1930er Jahren. Die ersten beiden Bände enthalten etymologische Studien zum Türkischen nach Phonemen angeordnet, der dritte Band enthält türkisch-indoeuropäische Wortgleichungen.

Der Autor ist Hermann Feodor Kvergić, ein Orientalist aus Wien, der die in den 1930er Jahren im Kontext der Sonnensprachentheorie „berühmte“ Schrift La psychologie de quelques éléments des langues Turques verfasst hat. Das Typoskript ist digitalisiert und auf MENAdoc, der digitalen Sammlung des DFG-Fachinformationsdienstes Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien an der Universitätsbibliothek Halle, online zugänglich gemacht worden. Darauf aufbauend soll eine breitere digitale Sammlung zu Kvergić und seinem Werk und dessen Einfluss auf die Sprachforschung in der Türkei entstehen.

Menz, Astrid. „The Gagauz Female Marker -(y)ka“. Turkic Languages 19 (2016). 53–62.

—-; Csató, Éva Ágnes; Turan, Fikret (Hrsg.). Spoken Ottoman in Mediator Texts. Wiesbaden 2016.

Menz, Astrid. „Idioms and Dialogues in Holdermann’s Grammaire Turque (1730)“. Spoken Ottoman in Mediator Texts. Hrsg. Éva Ágnes Csató, Astrid Menz, Fikret Turan. Wiesbaden 2016. 147-160.

—-. „Expressions for Prospective and Avertive in Turkish and Gagauz“. Ankara Papers in Turkish and Turkic Linguistics. Hrsg. Ufuk Ataş, Çiğdem Sağın Şimşek, Jochen Rehbein, Deniz Zeyrek. Wiesbaden 2015. 647–657.

—-. „188. Gagauz“. Wordformation: An International Handbook of the Languages of Europe. Hrsg. Peter O. Müller, Ingeborg Ohnheiser, Susan Olsen, Franz Rainer. Berlin: Mouton de Gruyter 2015. 3433–3442.

—-. „Gagauz (People)“. Encyclopaedia of Islam. Third Edition. Bd. 3. Hrsg. Kate Fleet, Gudrun Krämer, Denis Matringe, John Nawas, & Everett Rowson. Leiden 2015. 122–123.

—-; Schroeder, Christoph. „Schrifterwerb in der Türkei (und türkischer Schriftspracherwerb in Deutschland)“. Schriftsprach- und Orthographieerwerb: Erstlesen, Erstschreiben. Hrsg. Helena Olfert, Christina Röber. Baltmannsweiler 2015. 55–68.

—-; Demir, Nurettin; Karakoç, Birsel (Hrsg.). Turcology and Linguistics. Éva Ágnes Csató Festschrift. Ankara 2014.

Menz, Astrid. „Gagauz (Language and Literature)“. Encyclopaedia of Islam: Third Edition. Bd.3. Hrsg. Kate Fleet, Gudrun Krämer, Denis Matringe, John Nawas and Everett Rowson. Leiden 2013. 95–96.

—-; Kıral, Filiz. „Doğu Grubu Ağızlarında –miş ve imiş“. Türk Dilleri Araştırmaları 20 (2010/2012). 167–174.

Menz, Astrid. „Erzurum Ağızlarında Ermenice Ödünç Sözcükler“. Türk Dilleri Araştırmaları 19 (2009/2012). 89–106.

—-; Erdal, Marcel; Nevskaja, Irina (Hrsg.). Historical, Areal and Typological Aspects of South Siberian Turkic. (Turcologica 94). Wiesbaden 2012.

Menz, Astrid. „The conditional in South Siberian Turkic.“ Historical, Areal and Typological Aspects of South Siberian Turkic. Hrsg. Marcel Erdal, Astrid Menz, Irina Nevskaya.Wiesbaden 2012. 59–74.

Vortragsreihe: Language, Culture and Tradition Among Little-Known Turkic Peoples: From the Balkans to Northeastern China

Verantwortlich: Dr. Astrid Menz

Veranstaltungsdatum: Herbst 2013 – Winter 2014

Diese Vortragsreihe befasste sich mit Facetten aus der Vielfalt der türksprachigen Welt. Anhand ausgewählter Beispiele sollten gemeinhin wenig bekannte Türkvölker und ihre kulturellen Besonderheiten vorgestellt werden. Die einzelnen Vorträge beschäftigten sich mit den kulturellen, historischen aber auch den sprachlichen Besonderheiten von türksprachigen Gruppen in Europa – den Gagausen und den Tschuwaschen –, oghusischen Türken in Iran und türksprachigen Gruppen Südsibiriens und Nordostchinas. Die Vorträge wurden auf Englisch oder Türkisch gehalten.

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