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Religionsgeschichte Anatoliens

Religionsgeschichte Anatoliens 2017-10-19T12:25:06+00:00

Religionsgeschichte Anatoliens

Verantwortlich: Prof. Dr. Raoul Motika & Dr. Alexandre Toumarkine

Laufzeit: Seit 2011

 

Das Forschungsfeld Religionsgeschichte Anatoliens besteht aus einem Verbund historischer und gegenwartsbezogener Forschungsschwerpunkte, die sich über disziplinäre Grenzen hinweg mit unterschiedlichen Phänomenen anatolischer Religionsgeschichte beschäftigen. Dabei stehen drei Aspekte im Vordergrund: religiöse Praktiken, religiöser Wandel und Grenzüberschreitungen (geographisch wie ideologisch).

Circulation, Adaption, and Invention: Religious Change in Anatolia at the Intersection of Continents and Cultures

Verantwortlich: Raoul Motika

Laufzeit: seit 2015

Hauptkooperationspartner: Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul (DAI Istanbul); Centrum für Religionswissenschaftliche Studien CERES, Ruhr Universität Bochum

Im Forschungsfeld 2 „Religionsgeschichte Anatoliens“ bereitet das Orient-Institut Istanbul mit dem Deutschen Archäologischen Institut, Abteilung Istanbul (DAI Istanbul), sowie zahlreichen weiteren deutschen, türkischen und internationalen Partnern ein Großprojekt mit dem Arbeitstitel „Circulation, Adaption, and Invention: Religious Change in Anatolia at the Intersection of Continents and Cultures“ vor. Ziel ist die Gründung eines Maria Sibylla Merian Centers mit Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit würde das weltweit größte Forschungsprojekt zur Religionsgeschichte entstehen. Es soll sich beispielhaft anhand Anatoliens mit den Ursprüngen, dem Transfer und Wandel von Religionen beschäftigen. Auf diese Weise wäre nicht nur ein inhaltlich innovatives Themenfeld am Institut langfristig verankert, sondern es würde auch eine Zusammenarbeit zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Archäologie, der Geistes- und der Sozialwissenschaften in einem bisher nicht existierenden Ausmaß ermöglicht. Für die Türkei hätte ein solches Großprojekt mit einer religionsneutralen, an modernen religionswissenschaftlichen Kriterien orientierten Forschung Modellcharakter.

Zu den Vorarbeiten zählen die 2014 begonnene aktive Beteiligung des OII an den zweimal jährlich stattfindenden Workshops eines Netzwerks des DAI Istanbul zum Themenbereich „Natur und Kult in Anatolien“ (2013–2016). Seit dem Jahre 2015 hat sich die Kooperation mit dem DAI Istanbul deutlich vertieft, vor allem mit Blick auf das angestrebte Maria Sibylla Merian Center. Dazu fanden vorbereitend fünf internationale Konsortiumstreffen statt, hierunter je ein regionenbezogener Workshop  am DAI Istanbul und am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) der Ruhr-Universität Bochum sowie zahlreiche kleinere Besprechungen am OII. Eine erste ausführliche Projektskizze wurde bereits 2015 erarbeitet und breit diskutiert, 2016 wurde sie inhaltlich weiterentwickelt. Für 2017 wurde die Gründung von Arbeitsgruppen vereinbart, unter anderem zum Bereich Digital Humanities. Im Oktober 2016 fand in Bochum der erste Workshop zur Erarbeitung eines diesbezüglichen Konzepts statt. In diesem Konzept ist für 2017 vorgesehen, dass das OII, unterstützt von der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung, gemeinsam mit dem DAI an dessen Berliner Hauptsitz ein vorläufiges DH-Konzept für eine digitale Arbeitsplattform des internationalen Kooperationsprojekts erarbeitet.

Daneben soll im Jahr 2017 bei der DFG ein Antrag zur Geschichte der universitären islamischen Theologie in der Türkei anhand von Gelehrtenbiografien am Beispiel der Marmara-Universität eingereicht werden.

Neue Religiositäten in der Türkei: ‚Wiederverzauberung’ in einem säkularisierten muslimischen Land?

Verantwortlich: Dr. Alexandre Toumarkine

Mitarbeiter: Till Luge, M.A.

Laufzeit: 2011 ̶ 2017

Hauptkooperationspartner: Prof. Dr. Nathalie Clayer (Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC), EHESS, Paris)

Seit Februar 2014 unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Untersuchungsobjekt des Projekts sind neue Religiositäten im späten Osmanischen Reich und der Republik Türkei. Unter „neuen Religiositäten“ verstehen wir Phänomene verbunden mit New Age-Praktiken oder -Bewegungen, neuen Formen westlicher oder osmanischer bzw. türkischer Esoterik und Spiritualität sowie dem Millenarismus, aber auch mit Praktiken und religiösen Ideen mit Bezug zu süd- und ostasiatischen Religionen wie Hinduismus oder Buddhismus. Diesen neuen Religiositäten sind in der Regel neue Menschen- und Selbstbilder und auch neue Arten von Körperbewusstsein gemein. Diese religiösen Wandlungsprozesse stehen im Kontext sozio-ökonomischer und politischer Entwicklungen, die durch Globalisierungsphänomene wie neue Kommunikationsmittel und weltweite Mobilität beeinflusst werden. Ziel des Projektes ist es, solche Wandlungsprozesse in einem überwiegend muslimischen Land zu untersuchen. Hierbei werden allerdings nicht nur globale Einflüsse, sondern auch lokale Kontinuitäten in der Entstehung neuer Religiositäten eruiert. Dieser kulturell-religiöse Wandel der Hoch- und Spätmoderne ist für die islamische Welt bisher kaum erforscht. Das Projekt nimmt daher nicht nur eine Vorreiterrolle ein, sondern stellt den ersten Versuch dar, die Vielfalt an Primärquellen sowie soziologischen und ethnographischen Realitäten neuer Religiositäten in der islamischen Welt am Beispiel der Türkei zu erschließen und zu interpretieren.

In Europa ging die ‚Wiederverzauberung’ der frühen Neuzeit vor allem mit der Rezeption indischer Religionen einher. Obwohl dies in der Türkei nicht in gleichem Maße der Fall ist, spielen indische Religionen auch hier eine bedeutende Rolle, sowohl in der Auseinandersetzung mit nicht-abrahamitischen Religionen ab dem Ende des 19. Jahrhundert als auch in der Popularisierung des New Age seit den 1960er Jahren. Wir untersuchen daher die osmanische bzw. türkische Rezeption indischer Religionen, Spiritualitäten und Geistesgeschichte ab dem späten 19. Jahrhundert. Parallel hierzu wird auch die Rezeption des ostasiatischen Buddhismus inklusive seiner Literatur und Ästhetik in der Republik Türkei erforscht.

Während zu den bedeutendsten Strömungen neuer Spiritualitäten im Europa des späten 19. Jahrhunderts neben dem Spiritismus auch die Theosophie zählte, übernahm in der Türkei der Spiritismus die alleinige Schlüsselrolle. Es ist bemerkenswert, dass Istanbul und andere Zentren des Osmanischen Reichs bereits in den 1850er Jahren Teil des sich rasch globalisierenden Spiritismus waren. Darüber hinaus sind der Spiritismus und seine verschiedenen Ausläufer in der Türkei bis heute von zentraler Bedeutung für die Szene alternativer Religiositäten. Doch auch andere Formen westlicher Esoterik und neuer Religiositäten sind in der Türkei spätestens seit der Gründung der Republik von Bedeutung. In diesem Kontext arbeitet das Projekt u.a. an Studien zur türkischen Freimaurerei, zur Verschränkung westlicher und östlicher Esoterik in George Gurdjieffs Lehre, zur Rezeption René Guénons und zur lokalen Verbreitung von Michael Bergs Kabbala.

Das weitaus größte Feld neuer Religiositäten der Gegenwart nimmt der Bereich des New Age und der alternativen Therapien ein. Diese erfreuen sich in der Türkei ebenfalls seit spätestens den 1990er Jahren immenser Beliebtheit. Das vielfältige Angebot an Praktiken, Kursen und Therapien ist in vielen türkischen Metropolen nicht zu übersehen und gerade im Buchhandel in einem Maße repräsentiert, das dem Angebot in westeuropäischen Ländern kaum nachsteht. Im türkischen Kontext lässt sich allerdings beobachten, dass das islamische Erbe einen signifikanten Teil dieses Feldes beeinflusst. Dabei ist zu beachten, dass diese teils noch im Entstehen begriffenen neuen Religiositäten nicht als ‚Synkretismen’ trivialisiert, sondern als genuin lokale Formen des New Age verstanden werden müssen. Dank solcher vielfältig gearteter Anpassungen ist es neuen Religiositäten möglich, sowohl säkulare als auch eher konservativ-muslimische Schichten anzusprechen. Es ist durchaus nicht unüblich, dass sich eine Vielzahl – wenn nicht die Mehrheit – der Ausübenden von New Age-Praktiken als Muslime definieren. Zumindest ein Teil der hier erforschten neuen Religiositäten sind also für viele mit dem Islam im Sinne einer Patchwork-Religiosität durchaus vereinbar. Alternative Therapieformen, seien sie aus westlichen Quellen wie der Esoterik, des New Age oder der Körperkulturbewegung stammend, oder aber aus der islamischen Religionsgeschichte gespeist, sind ebenfalls Objekt unserer Untersuchungen. Wie in unzähligen anderen Ländern ist die „komplementäre und alternative Medizin“ auch in der Türkei Teil eines von der Weltgesundheitsorganisation mitunterstützten Anerkennungsprozesses, in dem auf der Basis vorhergehender Institutionalisierungsprozesse auch kulturalistische/nativistische Ideologien eine in Einzelfällen beträchtliche Rolle spielen.

Da die in diesem Projekt gewählte Begrifflichkeit „neue Religiositäten“ das Untersuchungsobjekt nicht auf die türkische Rezeption westlicher Esoterik oder des westlichen New Age beschränkt, ermöglicht sie einen breiten Blick auf die spirituellen Landschaften des Landes. Diese Breite soll es ermöglichen, neue Religiositäten in ihren globalen und lokalen Kontexten sowohl historisch als auch soziologisch, anthropologisch und kulturwissenschaftlich zu verstehen. Dies erlaubt es dem Projekt, neue Religiositäten auch innerhalb des Islams zu untersuchen. Diese entwickeln sich vielmals unter vergleichbaren soziologischen Vorzeichen, ob in vergleichbaren lokalen Kontexten oder auch als ähnlich geartete Antworten auf die Herausforderungen der Moderne. Dementsprechend sind auch moderne Formen des Sufismus sowie der lokal verwurzelte Spiritualismus Untersuchungsobjekte des Projekts. So stellt der türkische Spiritualismus mit seinem Interesse an der Seele, der Einheit des Seins (vahdet-i vücud) und der Beziehung zwischen Selbst und Gott wichtige lokale Anknüpfungspunkte für die spätere Entfaltung anderer neuer Religiositäten bereit. Der moderne Sufismus hingegen unterliegt unseres Erachtens denselben globalen Prozessen wie neue Religiositäten im Westen und zeigt daher oft sehr ähnliche Formen von Vergemeinschaftung und Selbst-Spiritualität wie das New Age.

Schließlich beschäftigt sich das Projekt auch mit der Frage der ‚Wiederverzauberung’. ‚Wiederverzauberung’ wird hier im Sinne einer Transformation der religiösen bzw. spirituellen Geographie und einer dazu parallel verlaufenden Wandlung des Umweltverständnisses verstanden. Obwohl im soziologischen Sinne nicht immer von der Stadt abgrenzbar, ermöglicht der ländliche Raum durch die Nähe zur Natur neue Formen des spirituellen Lebens und Erlebens, die in alternativen Vergemeinschaftungen erfahren werden, ob kurzzeitig im Sinne von Erholungs- oder Erlebnisurlaub oder aber langfristig im Sinne neuer Lebensarrangements.

IslamAnatolia: The Islamisation of Anatolia, c. 1100–1500

Verantwortlich: Dr. Andrew Peacock (School of of History, University of St Andrews) unter Mitarbeit von Dr. Sara Nur Yıldız

Laufzeit: 2012 ̶ 2016

Unterstützt von: Seventh Frontier Programme Starting Grant awarded by the European Research Council

The research project “IslamAnatolia“ studies the transformation of Anatolia from a Christian to a predominantly Muslim society over the period c. 1100 to 1500. Whereas previous research has concentrated almost exclusively on conversion, this study also emphasizes the importance of acculturation to Islam, and thus seeks to understand the processes through which Islamic culture took root among the recently converted Turkish as well as Christian populations. “IslamAnatolia“ examines the formation of Anatolian Islamic society through the extensive but largely unstudied literary evidence it has bequeathed us in the form of numerous Arabic, Persian and Turkish manuscripts. Despite work on individual texts, the contours of this literature as a whole are largely unknown, and many works remained unpublished. This project is creating a publicly accessible database of information about the extant manuscripts produced and circulated in Anatolia during the formative period of Islamisation from the twelfth to the beginning of the sixteenth century, containing information on their contents as well as details of place and date of copying, patronage, and authorship. The database’s codicological information will be linked to mapping software, providing for the first time solid data about the dates and places in which specific texts were circulated, illuminating the intellectual sources for the cultural and religious Islamisation of Anatolia.

Historische Kontextualisierung der religiösen und intellektuellen Realitäten Anatoliens in der Seldschuken- und Mongolenzeit

Verantwortlich: Dr. Sara Nur Yıldız (Gastwissenschaftlerin)

Unterstützt von: OII (Post-Doc-Stipendium, 2011 ̶ 2012)

Das Projekt „Historicizing the Religious and Intellectual Landscape of Seljuk and Mongol Anatolia“ untersucht die religiöse Landschaft des mittelalterlichen Anatoliens. Folgende Fragen werden dabei behandelt: Welche Formen der Religiosität entwickelten sich im Prozess der Islamisierung des mittelalterlichen Anatoliens? Wie konnten inmitten einer überwiegend christlichen Bevölkerung trotz des Fehlens einer strukturierten Schicht religiöser Gelehrter islamische Gemeinden entstehen? Welche Formen islamischer Religiosität, welche Gemeinschaften und Strukturen entstanden in dieser Grenzregion? Wie wurden anatolische islamische Praktiken während der Mongolenherrschaft geformt, die der Zerstörung des abbasidischen Kalifats folgte? Da eine einflussreiche religiöse Klasse fehlte, spielte bei der Formung der religiösen und intellektuellen Landschaft die politische Elite eine wichtige Rolle. Die Förderung durch Eliten sowie die Beziehungen zwischen geförderten religiösen Einrichtungen und Persönlichkeiten einerseits und den Förderern andererseits trugen entscheidend zur Dynamik der Überlieferung und Produktion von Wissen bei. Zum Verständnis dieser Dynamik werden Textbelege im Kontext von Förderer-Beziehungen und Netzwerken von Gelehrten untersucht.

A.C.S. Peacock and S.N. Yıldız (Hrsg.). Islamic Literature and Intellectual Life in Fourteenth- and Fifteenth-century Anatolia. (Istanbuler Texte und Studien Bd. 34) Würzburg: Ergon Verlag 2016.

Dritter Vorbereitungsworkshop: Religious History of Anatolia – GIS & Database

Verantwortlich: Frederick Elwert & Raoul Motika

Veranstaltungsdatum: 17. Oktober 2016

Organisation: Centrum für Religionswissenschaftliche Studien CERES, Ruhr-Universität Bochum und OII

Der Workshop fand im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten für das internationale Kolleg „Circulation, Adaption, and Invention: Religious Change in Anatolia at the Intersection of Continents and Cultures” am CERES in Bochum statt. Er diente der Vorbereitung für die Erarbeitung eines Konzepts für eine digitale Arbeitsplattform, das 2017/2018 fertig gestellt werden soll. Während des Workshops stellten ca. zwanzig Vertreter/-innen der interessierten Institutionen verschiedene Beispiele geisteswissenschaftlicher digitaler Plattformen, GIS-Systeme und Datenbanken vor und diskutierten deren Relevanz für das geplante Großprojekt. Die Arbeitsgruppe „Digital Humanities“ des Projektkonsortiums einigte sich am Ende des Workshops darauf, dass das Orient-Institut Istanbul, unterstützt von der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung, gemeinsam mit dem DAI an dessen Berliner Hauptsitz den Vorschlag für ein DH-Konzept für eine digitale Arbeitsplattform des internationalen Kooperationsprojekts erstellen soll.

Zweiter Vorbereitungsworkshop: Religious History of Anatolia – Religious Change in Central- and South-East Anatolia

Verantwortlich: Engelbert Winter, Andreas Schachner, Aylin de Tapia, Raoul Motika, Frederick Elwert

Veranstaltungsdatum: 3./4. Juni 2016

Organisation: Centrum für Religionswissenschaftliche Studien CERES, Ruhr-Universität Bochum und OII

Der Workshop “Religious Change in Central- and South-East Anatolia” diente der Vorbereitung für die Errichtung eines Internationalen Kollegs zum Thema “Circulation, Adaption, and Invention: Religious Change in Anatolia at the Intersection of Continents and Cultures” in Istanbul. Zentral- und Südost-Anatolien gehören zu den fünf für das Gesamtprojekt ausgewählten Schwerpunktregionen. Diese stehen exemplarisch für die große Diversität an religiösen Praktiken in Anatolien in der „longue durée“ von 10.000 v.Chr. bis in die Gegenwart und für deren Verbindungen in die angrenzenden Kulturrräume. Die Workshopteilnehmer/-innen versuchten anhand von ausgewählten Zeitperioden und Subregionen den aktuellen Forschungsstand zu erarbeiten und gemeinsame Forschungsfragen zu identifizieren. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Beschäftigung mit den wichtigsten heiligen Orten dieser Regionen, wie beispielsweise Göbekli Tepe. Eine besondere Rolle nahmen dabei die drei Leitthemen des Gesamtprojekts: “Environment and Religion”, “Sovereignty and Religion” und “Connections and Interactions” ein, die neue Perspektiven für die Erforschung der Großregion Anatolien liefern und auch Wege zum besseren Verständnis zeitgenössischer sozialer und religiöser Konflikte öffnen sollen. Die knapp vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen vor allem aus Deutschland, der Türkei, Frankreich und Israel.

Workshop: Biography, Personal Identity, Ego, the Self, and Self-Transformation

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 17. – 19.03.2016

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Weitere Kooperationspartner: Institut Français d’Etudes Anatoliennes (IFEA, Istanbul)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ am Orient-Institut Istanbul statt. In diesem Workshop wurde die Vielfalt von Vorstellungen persönlicher Entwicklung in den unterschiedlichen Formen neuer Religiositäten untersucht. Thematisiert wurden unter anderem Narrative des spirituellen Wandels, des inneren Kampfes mit dem Ego, körperlicher, geistiger und mentaler Gesundung sowie der grundlegenden Transformation des Selbst und des Körpers. Besondere Beachtung fand hierbei die Problematik der Begrifflichkeiten, sowohl im Vergleich zwischen verschiedenen spirituellen Traditionen als auch in Bezug auf die Übersetzung aus anderen Sprachen ins Türkische. Insbesondere die Komplexität des islamischen Begriffes nefs als Äquivalent für den Begriff des Ego sowie als Konzeption für den spirituellen Aufstieg war hierbei ein zentrales Thema. Leitfragen in allen Einzelvorträgen bezogen sich auf die Beziehung zwischen Individuum und Gemeinschaft und auf die Rolle der narrativen Repräsentation der individuellen Veränderung bei der Konstitution der jeweiligen religiösen Gruppe.

Workshop: Spiritism in the Late Ottoman Empire and the Turkish Republic

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 22. – 23.01.2016

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Weitere Kooperationspartner: Institut Français d’Etudes Anatoliennes (IFEA, Istanbul) ), Swedish Research Institute in Istanbul (SRII)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ am Orient-Institut Istanbul statt. Der Workshop untersuchte die Rezeption und die Verbreitung des Spiritismus im späten Osmanischen Reich und der Republik Türkei. In einem Panel zum Osmanischen Reich wurde die Geschichte des Spiritismus in den Metropolen des Reiches anhand von Quellen auf Osmanisch, Französisch und Englisch umfassend analysiert. Ein Panel zum Thema Spiritismus in der Republik Türkei betrachtete die Rollen von Bedri Ruhselman, der zentralen Figur des türkischen Spiritismus, und des literarischen Milieus in den 1940ern und 1950ern. Beachtung wurde hierbei auch der Beziehung zwischen Spiritismus und Islam geschenkt. Schließlich wurden die gegenwärtigen Transformationen des türkischen (Post-)Spiritismus anhand diverser Institutionen und Gruppen studiert.

Workshop: Of Shamans, Spirits and the Apocalypse – New Religions and Alternative Spiritualities in Turkey and the Near East

Verantwortlich: Laurent Mignon & Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 2.12.2015

Hauptkooperationspartner: St Anthony’s College & Middle East Centre (University of Oxford), Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Dieser Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ an der Universität Oxford statt. Der Workshop bestand aus einem Panel und einem Runden Tisch. Das Panel thematisierte die Frage der Beziehung zwischen unterschiedlichen Formen der Spiritualität, Politik und Ideologien in der Türkei. Hierin wurden Formen der Verquickung von Spiritismus, Neoschamanismus, islamischer Apokalyptik und alternativen Spiritualitäten mit politischen Institutionen und Bewegungen untersucht. Im anschließenden Runden Tisch wurden die Aktivitäten und die Handlungsfreiheit kleiner muslimischer Gemeinschaften in der Türkei und im Nahen Osten debattiert.

Workshop: Geography, Locality, and Location

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 8. – 10.10.2015

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Weitere Kooperationspartner: Institut Français d’Etudes Anatoliennes (IFEA, Istanbul)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ am Orient-Institut Istanbul statt. Dieser Workshop widmete sich zwei Themen: Zum einen wurden Prozesse der Wiederverzauberung – vor allem in ländlichen Räumen – untersucht, wobei der Einbezug regionaler Geographie sowie archäologischer Funde besondere Beachtung fand. Zum anderen wurde die Frage der Verräumlichung von Spiritualität insbesondere auf urbane Kontexte angewandt. Hierbei wurden die Rolle regionaler Spezifizität, sozialer und räumlicher Nischen und auch der gemeinschaftlichen Nutzung des Raumes untersucht.

Workshop: Holy Books and Spiritual Fiction – Between Hermeneutics and Literary Imagination

Verantwortlich: Nathalie Clayer, Dilek Sarmış, Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 6. – 7.05.2015

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS, Paris) statt. Der Workshop behandelte zwei Themen: Zum einen ging es um religiöse Vorstellungswelten in belletristischer Literatur, speziell Science-Fiction, sowie im Film. Hierbei wurden insbesondere Prozesse der Entzauberung und Wiederverzauberung wie auch neue eschatologische Visionen untersucht. Zum anderen ging es um die vielfältige Nutzung heiliger Bücher durch religiöse und spirituelle Gemeinschaften, wobei die Praxis der Hermeneutik und fortlaufende Sakralisierungsprozesse besondere Beachtung fanden.

Workshop: Reception of Islam in Anatolia

Verantwortlich: Dr. Andrew Peacock (School of of History, University of St Andrews) unter Mitarbeit von Dr. Sara Nur Yıldız

Veranstaltungsdatum: 05. – 06.05.2015

Hauptkooperationspartner: Koç Research Center for Anatolian Civilizations

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts “IslamAnatolia“ statt. Die Beiträge sind veröffentlicht in: A.C.S. Peacock, Bruno de Nicola, Sara Nur Yıldız (Hrsg.). Islam and Christianity in Mediaeval Anatolia. Surrey, UK: Routledge 2015.

Workshop: Alternative Constructions of Authority in New Religiosities

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 19. – 21. 02.2015

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Weitere Kooperationspartner: Institut Français d’Etudes Anatoliennes (IFEA, Istanbul)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ am Orient-Institut Istanbul statt. Der Workshop widmete sich der Konstruktion von Autorität in den unterschiedlichen Ausdrucksformen neuer Religiositäten, beispielsweise im Sufismus und in modernen Formen der Esoterik, des Okkultismus sowie des Spiritismus. Hierbei wurden die Nutzung von Ästhetik, Selbstentwicklung, Therapien und narrativen Diskursen in der Etablierung moderner Formen von Autorität vergleichend untersucht. Darüber hinaus behandelte der Workshop die Verinnerlichung mancher dieser Elemente im gegenwärtigen türkischen Islam.

Workshop: New Religiosities and Media

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 30.10. ̶ 1.11.2014

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Weitere Kooperationspartner: Institut Français d’Etudes Anatoliennes (IFEA, Istanbul), Norwegian Embassy in Turkey

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ am Orient-Institut Istanbul statt. Der Workshop untersuchte die unterschiedlichen Rollen von Verlagen, Herausgebern, Autoren, Übersetzern sowie neuen Medien wie Fernsehen oder Internet in der Ausbreitung und Gestaltung neuer Religiositäten in der Türkei. Um türkische Spezifitäten besser herausarbeiten zu können, wurde die historische Rolle solcher Akteure und Institutionen vergleichend mit nichttürkischen Kontexten betrachtet.

Workshop: New Religiosities and Science – On the Creative Appropriation of Scientific Ideas and Discourses

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 19. – 21.06.2014

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Weitere Kooperationspartner: Institut Français d’Etudes Anatoliennes (IFEA, Istanbul), Swedish Research Institute in Istanbul (SRII)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ am Orient-Institut Istanbul statt. Das Thema des Workshops war die Beziehung zwischen Religion und Religiositäten auf der einen und Positivismus, Kreationismus sowie Pseudowissenschaft auf der anderen Seite. Die behandelten Untersuchungsobjekte reichten vom osmanischen Spiritismus über das Wissenschaftsverständnis Said Nursis bis hin zu UFO-Glauben und religiös-spirituellen Quantentheorien aus der modernen Esoterik.

Workshop: African Migrants, Churches, and New Religiosities in Present-Day Istanbul

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 24.5.2014

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ am Orient-Institut Istanbul statt. Themen dieses Workshops beinhalteten bisher unbekannte oder unberücksichtigte Akteure sowie wenig sichtbare oder noch in der Entstehung begriffene Institutionen, die im Zusammenhang mit afrikanischen Migranten stehen. Dem Thema Migration angemessen orientierten sich die Studien methodologisch an der Fragestellung der Beziehung zwischen Raum und Praxis.

Konferenz: The Dervish and the Yogi – Indian Spiritualities Through Turkish Eyes

Verantwortlich: Laurent Mignon & Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 3.5.2014

Hauptkooperationspartner: St Anthony’s College & Middle East Centre (University of Oxford), Ertegun House, Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Diese Konferenz fand im Rahmen des Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ an der Universität Oxford statt. Die Konferenz hatte die Rezeption Indiens sowie indischer Religionen und Spiritualitäten im späten Osmanischen Reich und der Republik Türkei zum Thema. Die Konferenz diente der umfassenden Behandlung des Themas zum Zwecke der Vorbereitung eines Sammelbands. Hierzu wurden bisher fehlende Inhalte behandelt sowie bei vorausgegangenen Workshops bereits vorgetragene Forschungsergebnisse kritisch aufgearbeitet.

Workshop: Attitudes of Turkish State Actors and Islamic Authorities to New Religiosities

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine & Till Luge

Veranstaltungsdatum: 20. – 22.2.2014

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Unterstützt von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) & Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Dies war der erste Workshop, der im Rahmen des von der ANR und der DFG geförderten Projekts „Neue Religiositäten in der Türkei: Wiederverzauberung in einem säkularisierten muslimischen Land?“ stattfand. Das Thema des Workshops waren die Attitüden und Handlungen staatstragender Akteure sowie staatlicher Institutionen in Bezug auf die breite Landschaft neuer Religiositäten in der Türkei. Zur Sprache kamen unter anderem die Integration alternativer Therapieformen in das staatliche Gesundheitssystem, die Haltung des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) zu nichtislamischen Spiritualitäten sowie die öffentliche Förderung des Sufismus als Teil der modernen türkischen Kultur.

Workshop: New Religious Movements in Turkey – Presentations on Field Studies III

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine

Veranstaltungsdatum: 25. – 26.10.2013

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Weitere Kooperationspartner: Institut Français d’Etudes Anatoliennes (IFEA, Istanbul)

Dieser Workshop diente der Weiterführung und Vertiefung bisheriger Untersuchungen zur Rezeption von Spiritualitäten mit Indienbezug und zu neuen Formen des Sufismus. Daneben wurde die Verbreitung esoterischer und okkulter Vorstellungen und Praktiken in der Türkei sowie die Praxis nichtislamischer abrahamitischer Religionen im gegenwärtigen Istanbul behandelt.

Dieser sowie die beiden vorausgegangenen Workshops halfen dem Projekt nicht nur, eine erste Übersicht über das Feld neuer Religiositäten in der Türkei zu gewinnen, sondern auch grundlegende Fragen der Terminologie zu problematisieren. So wurde die begriffliche Fassung des Forschungsthemas als „neue religiöse Bewegungen“ durch einige Vortragende hinterfragt. Der Fokus auf „Bewegungen“ wurde als zu beschränkend empfunden, sodass das breite Feld, das das Projekt zu erforschen gedenkt, von nun an unter dem Begriff „neue Religiositäten“ konzeptualisiert wird.

Workshop: New Religious Movements in Turkey – Presentations on Field Studies II

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine

Veranstaltungsdatum: 19. – 20.4.2013

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

In diesem Workshop wurde die Bedeutung von Spiritualismus und Spiritismus für die Entwicklung neuer Religionen und Religiositäten in der Türkei deutlich. Darüber hinaus beschäftigte sich der Workshop erneut mit der Rezeption Indiens, aber auch mit neuen Themen wie der Frage der Rechtsprechung und auch innerislamischen Debatten um vermeintlich alternativreligiöse Vorstellungen.

Workshop: Literature and Intellectual Life in Islamic Anatolia in the 14th–15th Centuries: Historical, Social and Political Perspectives

Verantwortlich: Dr. Andrew Peacock (School of of History, University of St Andrews) unter Mitarbeit von Dr. Sara Nur Yıldız

Veranstaltungsdatum: 6. – 7.9.2013

Hauptkooperationspartner: Koç Research Center for Anatolian Civilizations

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts “IslamAnatolia“. Die Beiträge wurden in einem Tagungsband veröffentlicht:

A.C.S. Peacock, Sara Nur Yıldız (Hrsg.). Islamic Literature and Intellectual Life in Fourteenth- and Fifteenth-Century Anatolia.  (Istanbuler Texte und Studien Bd. 34) Würzburg: Ergon Verlag 2016.

Workshop: New Religious Movements in Turkey – Presentations on Field Studies I

Verantwortlich: Alexandre Toumarkine

Veranstaltungsdatum: 23. – 24.11.2012

Hauptkooperationspartner: Centre d’Études Turques, Ottomanes, Balkaniques et Centrasiatiques (CETOBaC, EHESS, Paris)

Dieser erste Workshop half dem Projekt, eine vorläufige Übersicht über das Feld neuer religiöser Bewegungen und neuer Religiositäten in der Türkei zu gewinnen. Die verschiedenen Themen des Workshops reichten von neuen religiösen Bewegungen und New Age-Praktiken mit Indienbezug über verschiedene alternative Therapieformen mit spiritueller Dimension bis hin zu neuen Formen des Sufismus in der Türkei.

Vortragsreihe: Islam in Anatolia Through the Ages

Verantwortlich: Dr. Alexandre Toumarkine & Dr. Sara Nur Yıldız

Veranstaltungsdatum: Herbst 2011 – Frühjahr 2012

Schwerpunkt dieser interdisziplinären Vortragsreihe waren neueste Forschungsansätze bezüglich der unterschiedlichen religiösen Milieus während des Mittelalters, der osmanischen Periode und der Republikszeit.

Kultur- und Alltagsgeschichte des türkischen Islamismus

Verantwortlich: Jan-Markus Vömel, M.A. (Universität Konstanz)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 15.4. ̶ 14.10.2016)

Das Dissertationsprojekt von Jan-Markus Vömel setzt sich mit der Kultur- und Alltagsgeschichte des türkischen Islamismus auseinander. Islamismus war nie nur Politik. Zwar brachte die islamistische Bewegung in der Türkei der 1980er und 1990er-Jahre eine neue politische Sprache und wirkungsvolle politische Organisationen hervor, gleichzeitig jedoch basierte sie auf einem komplexen Gewebe aus neuen Formen islamisch-frommer Sozialität, effektiver symbolischer Kommunikation, anschlussfähigen Diskursen und transformativen Alltagspraktiken. Das Projekt setzt bei dieser Komplexität an und versucht die Forschungsperspektive gewissermaßen von dem Kopf auf die Füße zu stellen: Was passierte konkret, wenn sich Personen in das islamistische Milieu begaben? Was unterschied das islamistische „Ich“ von den Subjekten in anderen Milieus in der Türkei? Wie wurde gemeinsam mit der Reform des Selbst der Alltag neu strukturiert und mit neuem Sinn belegt? Welche Praktiken verankerten die neuen Subjektformen im Habitus der türkischen Islamisten? Diese Grundperspektive soll einen neunen Blick auf den türkischen Islamismus ermöglichen; methodisch inspiriert ist sie von neueren praxeologischen Ansätzen aus Soziologie, Ethnologie und Geschichtswissenschaft. Auf diese Art soll das scheinbar Normale und Alltägliche hinterfragt, und der Blick auf dahinterliegende Prozesse geöffnet werden; beispielsweise religiöse Zusammenkünfte oder politische Aktivitäten, bei denen Gemeinschaft in kollektiven emotionalen Erfahrungen erlebt und erst dadurch hervorgebracht werden; oder durch die Lektüre von weitverbreiteten Vademekums, die bewusst auf handlungsleitende, selbst-regulatorische Effekte abzielen.

Pedagogical Practices in İSMEK Course Centres

Verantwortlich: Dr. Banu Şenay (Macquarie University)

Unterstützt von: DFG & ANR (Projekt „Neue Religiositäten in der Türkei“, 01.06.2016 – 06.07.2016)

Angel-therapy and Hızır in Turkey II

Verantwortlich: Bedia Akyüz, M.A. (Frei Universität Berlin)

Unterstützt von: DFG & ANR (Projekt „Neue Religiositäten in der Türkei“, 15.06.2016 – 14.07.2016)

Kultur- und Alltagsgeschichte des türkischen Islamismus

Verantwortlich: Jan-Markus Vömel, M.A. (Universität Konstanz)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 15.4. ̶ 14.10.2016)

Suryoye in Turkey: the Semiotic Construction of Ethnic and Religious Identity

University of Arizona

Verantwortlich: Kerith M. Miller, M.A. (University of Arizona)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 01.10.2015 – 30.04.2016)

Angel-therapy and Hızır in Turkey I

Verantwortlich: Bedia Akyüz, M.A. (Frei Universität Berlin)

Unterstützt von: DFG & ANR (Projekt „Neue Religiositäten in der Türkei“, 01.09.2015 – 31.09.2015)

New Age in Antalya: Between Dropouts and Commerce

Verantwortlich: Till Luge, M.A. (Orient-Institut Istanbul)

Unterstützt von: DFG & ANR (Projekt „Neue Religiositäten in der Türkei“, 27.05.2015 – 06.06.2015)

Religion und Spiritualität in der aktuellen türkischen Literatur

Verantwortlich: Jun.-Prof. Dr. Béatrice Hendrich (Universität zu Köln)

Unterstützt von: DFG & ANR (Projekt „Neue Religiositäten in der Türkei“, 22.02.2015 – 01.03.2015)

Uyghur Healers in Istanbul and Kayseri

Verantwortlich: Tomas Wilkoszewski (Macquarie University)

Unterstützt von: DFG & ANR (Projekt „Neue Religiositäten in der Türkei“, 01.01.2015 – 31.01.2015, 15.05.2015 – 15.06.2015, 15.03.2016-– 15.04.2016 )

Die eschatologische Komponente osmanischer Herrschaftslegitimation, ihr Wesen sowie ihre Entwicklung vom Ende des 15. Jahrhunderts bis in die 1560er Jahre

Verantwortlich: Atilla Babadostu, M.A. (Universität Wien)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 01.04.2015 – 30.06.2015)

Turkish Islamic Novels: Fantasy, Utopia, Science Fiction

Verantwortlich: Jun.-Prof. Dr. Béatrice Hendrich (Universität zu Köln)

Unterstützt von: DFG & ANR (Projekt „Neue Religiositäten in der Türkei“, 29.10.2014 – 04.11.2014)

Seelenlehre und Seelenleitung im osmanisch-arabischen 17. Jh. : Qāsim al-Ḫānīs Werk zur Novizenerziehung: as-Sayr was-sulūk ilā malik al-mulūk

Verantwortlich: Gülfem Alıcı, M.A. (Universität Hamburg)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 01.05.2014 – 30.09.2014)

Islamisation of Anatolia, c. 1100-1500

Verantwortlich: Prof. Dr. Andrew Peacock (St Andrews University)

Unterstützt von: Seventh Frontier Programme Starting Grant awarded by the European Research Council (1.9.2013 – 30.9.2013)

New Religious Movements in Turkey

Verantwortlich: Dilek Sarmış M.A. (CNRS-EHESS Paris)

Unterstützt von: CNRS-EHESS Paris (1.7.2012 – 31.10.2012)

Traditional Sufi Theories and Practices and New Age Religious Movements

Verantwortlich: Nikos Sigalas, M.A. (CNRS-EHESS Paris)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 1.6.2012 – 31.10.2012)

Neo-Hindu Religious Movements and Yoga Teaching in Contemporary Turkey

Verantwortlich: Fabio Salomoni, M.A. (Koç Üniversitesi)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 1.6.2013 – 30.9.2013)

Der Bektaschi-Orden – inter- und transkulturelle Geschichte eines Derwischordens im langen 19. Jahrhundert

Verantwortlich: Cem Kara, M.A. (Universität zu Köln)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 1.4.2012 – 30.9.2012)

From Roots to Essence: Commercial and Legendary Topography of Phyto-Therapeutic Representations and Practices in Turkey

Verantwortlich: Brian Chauvel. M.A. (EHESS Paris)

Unterstützt von: OII (Promotionsstipendium, 1.4.2012 – 30.9.2012)

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