Direktor

 

Prof. Dr. Raoul Motika

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Prof. Dr. Raoul Motika wurde zum Oktober 2010 als erster Direktor des nunmehr selbständigen Orient-Institut Istanbul ernannt.

Nach dem Studium der Geschichte und Kultur des Nahen Ostens, der Iranistik, der Politikwissenschaft und der Historischen Hilfswissenschaften in den Universitäten München Izmir und Teheran schloss er 1992 seinen M.A. an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab. 1997 wurde er mit einer Arbeit zur neueren Geschichte Iranisch-Aserbaidschans im Fach Islamwissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg promoviert. Nachdem er mehrere Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent an der Universität Heidelberg gearbeitet hatte, war er als Koordinator des internationalen Forschungsprojekts „Islamische Bildung in der Sowjetunion und der GUS“ an der Ruhr-Universität Bochum tätig (2002-2004). Anschließend erhielt er einen Ruf als Assistenzprofessor für Islamwissenschaften mit den Schwerpunkten Türkei/Osmanisches Reich/Iran und Gegenwartsforschung an die Universtät Bern (2005-2006). Im Herbst 2006 folgte er dann einem Ruf der Universität Hamburg auf die W3-Professur für Turkologie. Zeitgleich fungierte er als Direktor des Heidelberger Centrums für Euro-Asiatische Studien e.V. an der Universität Heidelberg (HECEAS e.V.) und als Sprecher des durch ihn gegründeten TürkeiEuropaZentrums Hamburg (TEZ). Derzeit leitet er noch ein Postdoc-Projekt im SFB 950 "Manuskriptkulturen" an der Universität Hamburg. Er verfasste und edierte mehrere Bücher zur neueren Geschichte und Gegenwart Irans, Kaukasiens, Zentralasiens und des Osmanischen Reichs. Neben Beiträgen zur Geschichte des Vorderen Orients setzt er sich in zahlreichen Artikeln mit der politischen und religiösen Situation des Vorderen Orients und der Türkei sowie Kaukasiens auseinander.

Forschungsinteressen

zeitgenössische Türkei 

jüngere Geschichte des Osmanischen Reichs

spätosmanische Geschichte

aktuelle religiöse Entwicklungen in der turko-iranischen Welt und Europa

Laufende Forschungsprojekte

Die Motorradkultur der Türkei

Buyruk-Manuskripte im Alevitentum: Sammelhandschriften als Träger und Vermittler religiösen Wissens zwischen Schriftlichkeit und Oralität

Vorlesen, Memorieren und Notieren: Manuskripte in alevitischen Dorfgemeinschaften Anatoliens