Intellektuelle Transferprozesse

 

Das interdisziplinär aufgebaute Forschungsfeld untersucht die intellektuellen Transferprozesse zwischen dem Osmanischen Reich, der Republik Türkei und dem westlichen sowie östlichen Europa im Kontext ihrer Verflechtungsgeschichte seit dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Einzelne Projekte widmen sich der Untersuchung von facettenreichen Transfers zwischen den intellektuellen Milieus der europäischen Metropolen und Istanbul in der Zwischenkriegszeit, der Rezeption des Schrifttums Max Webers im Osmanischen Reich und in der Türkei als auch der Etablierung der Psychiatrie und der Psychoanalyse in der Türkei.

Verantwortlich:
Dr. Zaur Gasimov, Russland trifft Europa am Bosporus. Europäisch-russisch-türkische intellektuelle Verflechtungen im 20. Jahrhundert

Dr. Alexandre Toumarkine, Internationale Wissenszirkulation uns ihre Hürden: Fallstricke, Missverständnisse, Verzögerungen, Diskontinuitäten und Misserfolge in der Einführung theoretischer Werke und der Disziplinbildung in der Türkei am Beispiel Max Webers und Sigmund Freuds

Till Lunge, Von Wissensübertragung zu neuen wissenschaftlichen Perspektiven: Die Transformation orientalistischer und philologischer Forschung an der Ankaraer Fakultät für Sprachen, Geschichte und Geographie zwischen den Jahren 1935 und 1948